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30.4.2003 | "Wir kümmern uns um Andere, weil wir sie lieben": Medizinisches Projekt

Das medizinische Projekt war bisher unsere größte Aktivität in Porto Romano. Es beinhaltete Arztbesuche und freie medizinische Versorgung für die Einwohner von Porto Romano. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der albanischen International Relief Friendship Foundation (IRFF) und dem Büro des lokalen Bürgermeisters des 15. Bezirkes (Lagja) organisiert.

Das Hilfsprojekt fand zwischen dem 25. und dem 28. April 2003 statt. Das Medizinische Zentrum von Porto Romano stellte einen Raum für die Untersuchungen zur Verfügung. Drei Ärzte und eine örtliche Krankenschwester besuchten die Leute jeden Tag zwischen 09:00 und 13:00 sowie zwischen 15:00 und 18:00. Bewegungseingeschränkte Personen wurden von den Ärzten zu Hause besucht.

Wir kümmern uns um Andere, weil wir sie lieben - Fotogalerie 1 (12 Bilder)

Da es sich bei Porto Romano um ein stark verschmutztes Gebiet handelt, erachten wir es als sehr wichtig, etwas für die Gesundheit der dort lebenden Bevölkerung zu tun. Die meisten Einwohner Porto Romanos sind nicht reich und medizinische Versorgung ist teuer. Dieses Projekt ermöglichte es den Menschen, ihre Gesundheit überprüfen zu lassen, und Personen, welche an chronischen Krankheiten leiden, wurde für eine bestimmte Zeitspanne freie medizinische Versorgung zur Verfügung gestellt.

Wir kümmern uns um Andere, weil wir sie lieben - Fotogalerie 2 (12 Bilder)

Unser tiefster Dank geht an Dr. Aleks Sulejmani, Dr. Sejdin Mece, Dr. Olsi Agolli und Frau Liliana Leka für ihre professionelle Hilfe.

 

4.5.2003 | Statistische Daten des medizinischen Projektes

Während der Zeit des Hilfsprojektes wurde 160 Menschen eine Vielzahl von Behandlungen zuteil. Die Diagnosen zeigten, dass 65% der untersuchten Menschen Erwachsene und 35% Kinder. Einige Fälle schicken bedurften weiterer Untersuchungen.

Der Zustand der erwachsenen Patienten:

    * 60% hatten Probleme mit Rheumatismus (was für den niedrigen Sozialstatus typisch ist)

    * 10% hatten Neurosen

    * 10% der Erwachsenen (vor allem die über 55 Jährigen) hatten Herzkrankheiten

    * 10% hatten Darmbeschwerden

    Die meisten der untersuchten Kinder hatten Infektionen, vor allem im Hals-Nasen-Ohren Bereich (otolaryngologisch)

    Es ist offensichtlich, dass die vielen Beschwerden, an denen die Einwohner von Porto Romano leiden, zumindest zum Teil von den Giftstoffen herrühren, die sich in diesem Dorf befinden.  Eine weitere Schwierigkeit besteht in der Sicherstellung grundlegender Hygiene, da sich in den Häusern der meisten Menschen kein sauberes Wasser befindet. Jeder Haushalt bekommt sein Wasser aus einem extrem verschmutzten Brunnen; dieses Wasser wird nur für die Bewässerung des Gartens und zum Putzen verwendet. Trinkwasser, Wasser zum Kochen und Waschen muss von einem 3 km weit entfernten Brunnen per Hand ins Dorf gebracht werden. Dieser Brunnen wurde während des Kosovokrieges von der Deutschen Bundeswehr für ein nahegelegenes Flüchtlingscamp errichtet.

     Was ist letztlich das Ergebnis dieses Projekts? Wir haben es geschafft, den Einwohnern von Porto Romano wertvolle Hilfe zuteilwerden zu lassen. Aufgrund dieses Ergebnisses war es möglich, die Enttäuschung der Bewohner von Porto Romano gegenüber Hilfsorganisationen, welche diese Art von Hilfe zwar versprochen aber nie geleistet haben, zu lindern.

     

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